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Woody über sich selbst

Ich heiße Woody - einfach nur Woody, denn ich habe keinen Stammbaum und kann mich nicht mit einem "Von" vor dem Nachnamen schmücken, ich bin "nur" ein Mischling. Angeblich am 10.11.2004 geboren. Frauchen bezweifelt das aber, denn mein Weg zu meinem Rudel war geprägt von Lügen und Betrug. Doch dieses ist eine andere Geschichte. Ihr findet sie unter "Woodys Geschichte". 
Also, meinen "Dackelblick" - den habe ich echt gut drauf.  Aber mal ehrlich, kann man solchen Augen widerstehen? Eingebildet bin ich aber nicht, obwohl mir ständig von wildfremden Menschen erzählt wird wie toll ich doch aussehe.

Ich finde ich bin echt nicht der Dümmste, denn wenn ich will hab ich es drauf: 

  • Bellen auf Kommando.
  • "Tag sagen" ist eine leichte Übung für mich.
  • Ich warte geduldig auf Erlaubnis bis ich mich auf meinen Fressnapf stürzen darf (stürzen ist nicht das richtige Wort, denn ich fresse sehr gesittet). 
  • Bei Fuß gehen, auf Kommando auf den Rücken schmeißen, im Kreis drehen, Türen zumachen, auf Befehl bestimmte Gegenstände holen und noch vieles mehr.
  • Suchspiele finde ich toll und ich bin auch richtig clever in diesen Dingen. Naja, und die Grundkommandos beherrsche ich alle...das eine führe schnell und das andere Kommando manchmal nicht so schnell aus. Bin halt ein halber Husky und die haben ihren eigenen Kopf :-) (Anmerkung: siehe Hypothyreose)

Und überhaupt, ich verstehe nicht warum ich bei "Sitz" sofort meinen Hintern zum Boden bewegen soll?! Anders sagt Frauchen doch auch immer das "in der Ruhe die Kraft liegt". Mmmmmh, warum gilt dieser Spruch eigentlich nicht für mich? Ihr Menschen, darüber müssen wir aber noch einmal ein Wörtchen sprechen-äh bellen. Und ich bin richtig verschmust und brauche viele Streicheleinheiten. 

Am Fahrrad laufen und das Zauberwort "Ausgehen" lassen mich zu Höchstleistungen auflaufen. 

Und meine Iti, die ist echt der Hit! Die geht nämlich immer so toll mit mir spazieren. Halt falsch....ich gehe mit ihr spazieren, denn ich bestimme die Richtung und das Tempo. Die ist echt super, bei der darf ich alles. Jippi, endlich eine Frau die auf mich hört! 

Schade das sie keine "Rüdin" ist, die würde ich glatt heiraten. Ich weiß, das heißt Hündin...Insider wissen was ich meine *grins* .

Und was die mir immer für leckere Sachen mitbringt....wow da träumt so mancher Hund von. Als Gegenleistung muß ich mir allerdings beim Spazierengehen immer ihre Lebensgeschichten anhören. Naja, was tut man(n) nicht alles für ne leckere Wurst!?

Es gibt aber auch Dinge die ich gar nicht mag und zwar wenn mich fremde Menschen einfach streicheln wollen, da kann ich auch schon mal grimmig  werden. Ich benötige etwas "Anlaufzeit" um mit fremden Menschen "warm zu werden". Laß mich in Ruhe an Dir schnüffeln, Dich beobachten....dann ist auch alles gut und ich tue Dir nichts. 

Und ganz wichtig: Versuche nicht mir über den Kopf zu streicheln, darauf reagiere ich allergisch! Doch mal ehrlich lieber Mensch, läßt Du Dich einfach so angrabbeln? Nein? Na siehste, ich auch nicht! 

Ich habe auch Lieblingsspielzeuge. Möchtest Du wissen welche? Mein grüner Gummiball, mein Schmusekissen, Teddy und meine Maus. 

Ich liebe Eis und Schnee, das ist mein Element aber auch Wälder, Felder und Strand (igitt, aber bloß nicht ins Wasser). 

Lieblingsessen: Also da bin ich wählerisch. Es mir recht zu machen ist echt schwer. 

Nun ja, ich kann ja auch nicht alles vertragen. Die Parvo im Welpenalter hat mir ganz schön zugesetzt. Mein Frauchen und auch Herrchen geben sich aber viel Mühe bei der Auswahl und was das Spezialfutter kostet,- oh weh, ob ich meine Familie bald in den Ruin treibe? Spenden nehme ich übrigens gerne an:-)

Wie ich zu Herrchen/Frauchen kam:
Also das ist eine lange Geschichte und Du findest sie unter "Woodys Geschichte". Auf alle Fälle lebe ich jetzt seit fast 5 Jahren bei meinem Rudel und fühle mich sau- äh hundewohl hier.
 
Mein Lebenslauf/Werdegang:
Da mein Frauchen und Herrchen fürchterlich auf mich aufpassen, ist mir bis jetzt - Pfote auf Holz klopf - noch nichts sehr schlimmes passiert. (14.06.2009: Leider stimmt das so nicht mehr ganz...)
 
Einmal, da hat mich doch so ein blöder Hund aus der Nachbarschaft angegriffen und ins Ohr und in die Pfote gebissen. Ich bin ganz unschuldig gewesen, wollte doch nur mit ihm spielen. So ein blöder Kerl aber auch! Mensch hat das geblutet, ich mußte doch tatsächlich zum Tierarzt.  
 
Ach und da war auch noch die Geschichte mit dem "Schlägeropa" am Zaun.
Haut der mir doch mit dem Spazierstock eine über den Rücken. Ich war nur am Zaun hochgesprungen und der Opa dachte wohl ich will da rüber springen .....und zack, schlug er mit voller Wucht mehrmals zu. Frauchen hat´s gesehen, die ist meine Zeugin.
 
Mensch, das tat ganz schön weh und ich hatte lange Zeit Rückenprobleme. Das habe ich mir gemerkt und wenn jetzt einer über den Zaun fasst, werde ich mürrisch. Noch einmal schlagen lasse ich mich bestimmt nicht! Also liebe Menschen, greift nicht über den Zaun oder kommt ungefragt in mein Revier. 
Meine schlechten Erfahrungen haben mich geprägt und ich bin ein richtiger Wachhund geworden. 
 
Früher war ich total gutmütig und hab mich von Fremden streicheln lassen, doch seit dem Schlägeropa sitzt die Angst tief in mir und ich bin misstrauisch jeder fremden Hand gegenüber geworden. 
Kannst Du das verstehen?
 
Oktober 2007: Stellt Euch mal vor was mir gestern passiert ist. 
Mein Herrchen und ich sind mit dem Fahrrad unterwegs.
Wir machen einen Abstecher zum Supermarkt und was da passiert ist echt die Hölle für mich gewesen. 
Ich, wie immer an der Leine und brav an Herrchens Seite, stehe und schaue so durch die Gegend. 
Auf so´n Supermarktparkplatz gibt´s ja so einiges zu sehen und vor allem zu riechen...... Auf einmal kommen von hinten (wie feige, auch noch von hinten!!) zwei Hunde angerannt und ehe ich mich versehe geht der eine Hund (natürlich wieder ein Rüde; und seit dem stehe ich mit Rüden auf Kriegsfuß) mir doch ganz brutal an die Kehle, beißt sich richtig fest.

Man hab ich gekämpft, doch der hatte wohl gerade Spinat von Poppeye gefressen und ich hatte keine Chance. Der Besitzer konnte seinen Hund auch nicht beruhigen und das Wort "Gehorsam" kannte die Kampfmaschine schon gar nicht. 

Mein Herrchen hat mich dann befreit-oh mein großer Retter, ich bin dir ewig dankbar! Ich war total fertig mit den Nerven. Bin echt kein Angsthase aber so´n Angriff aus dem Hinterhalt ist schon krass. Und so war dann auch mal wieder ein Besuch beim Tierarzt fällig, denn es hatte mich echt übel am Hals erwischt. 

Jetzt ist mein Frauchen wieder ganz ängstlich wenn sie weiß ich bin unterwegs, sie liebt mich doch so doll.

Daher hat sie mir jetzt auch einen Schutzengel an meine Seite gestellt. Ich trage nun einen hübschen Schutzengelanhänger. 

Solch einen Anhänger sollte aber lieber mein geliebtes Herrchen tragen, denn der braucht viel nötiger einen Schutzengel als ich. 

Der geht am 22.Dezember 2007 aus dem Haus und kommt erst mal nicht wieder. Was passiert ist? Auf einem vereisten Supermarktparkplatz rutscht er auf einer Eisfläche aus und bricht sich das Genick (1.Halswirbel mit Axisbogen). 

"So´n Quatsch, bei einem Genickbruch ist man doch tot oder im Rollstuhl", werdet Ihr jetzt bestimmt sagen.
Nein, man ist nicht unbedingt tot. Bei solch einem Bruch kommt es auf Millimeter an, denn direkt am Axisbogen verläuft das Atemzentrum. Er hatte großes Glück! 
 
Doch hier und jetzt die ganze Geschichte zu erzählen, würde den Rahmen sprengen. 
Er lebt, sitzt nicht im Rollstuhl, ist allerdings jetzt Frührentner.
Es war ein schreckliches Weihnachtsfest....Herrchen auf der Intensivstation und wir traurig und voller Sorge "unterm Weihnachtsbaum".





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